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Hier bist Du richtig …
Hier bist Du falsch …
Der öffentliche Umgang mit dem Thema Übergewicht Der gesellschaftliche und gesundheitspolitische Umgang mit dem Thema Übergewicht ist von Mythen und Falschinformationen geprägt. Plakativ lässt sich das so zusammenfassen: Schlanke Menschen sind disziplinierte Richtigesser, dicke Menschen sind haltlose Fressmaschinen. Gilt die Stigmatisierung einzelner Gruppen im allgemeinen gesellschaftlichen Konsens als unfein, so scheint diese Konvention gegenüber dicken Menschen außer Kraft gesetzt zu sein. Dicke Menschen anzupöbeln und ihnen ungebeten die eigene, meist unqualifizierte Meinung aufzudrängen, stellt keinen Verstoß gegen irgendeine Anstandsregel mehr dar. Scharen selbst ernannter Experten, aber auch Personen, von denen man eigentlich Expertise erwarten könnte, und ganze Industriezweige missbrauchen das Thema Übergewicht zur Profitmaximierung. Gesellschaftsverbände gründen Initiativen zur Eindämmung des Übergewichts und holen dazu Gesundheitsfürsorger, Bildungseinrichtungen, Arbeitgeber, Politik und Medien ins Boot. Und die Betroffenen? Sie sind sich häufig selbst der schlimmste Feind, indem sie all die Mythen rund ums Übergewicht für sich in Anspruch nehmen und zur Selbstdemontage benutzen. Weder werden dicke Menschen von sich selbst noch von all den "Besorgten" als ernst zu nehmende Ansprechpartner anerkannt. Die Komplexität der Ursachen von Adipositas wird in der gegenwärtigen Diskussion konsequent ausgeblendet, was dazu führt, dass Gegenmaßnahmen in der Regel das Problem verschärfen, anstatt es zu lösen oder zu lindern. Dazu das zu ändern soll diese Seite von Betroffenen für Betroffene einen Beitrag leisten. Sie bietet eine Plattform zur Diskussion und soll dem Thema zu einer realistischen Wahrnehmung aus allen Richtungen verhelfen. Die Zielgruppe Eine Rubensseite? Auch die Glorifizierung des Dickseins findet hier keinen Raum. Es ist nichts Falsches daran, wenn ein Mensch einen dicken Menschen liebt und ihn attraktiv findet. Aber dies sollte immer um des Menschen willen so sein. Nimmt das Attribut des Dickseins jedoch in der Partnerschaft einen vorrangigen Stellenwert ein, so halten wir dies für problematisch und psychisch wie physisch ungesund. |



